Mensch-Maschine-Interaktion im alltäglichen Leben: Chatbots

30. April 2017

Immer mehr Technologien halten Einzug in den Alltag der Menschen. Fast in jedem Lebensaspekt sieht sich der Mensch konfrontiert mit Maschinen, die mit allen möglichen Funktionen ausgestattet sind. Sei es nur ein Automat an einem Bahnhof, an dem man sich eine Fahrkarte holen muss oder aber dass man mit seinem Handy im nächsten Supermarkt an der Kasse bezahlt und Siri vorher per Sprachfunktion einen Einkaufszettel erstellen lässt.

Ein interessantes Thema innerhalb des Bereichs der Mensch-Maschine-Interaktion bietet hierbei der Ansatz Maschinen als soziale Kompagnons zu sehen und zu nutzen. Die Theorie besagt, dass man beispielsweise mit Chatbots so schreiben kann, wie mit anderen Personen und dass die Maschine individuell auf das Geschriebene oder auch Gesagte, wie im Fall von Siri beispielsweise, reagiert. Chatbots stellen Dialogsysteme dar, die natürlichsprachige Fähigkeiten besitzen, also in der Lage sind mit uns, auf für uns natürliche Weise, zu interagieren. Die Systeme untersuchen die Eingabe des Benutzers und geben Antworten auf Basis von vorprogrammierten Routinen oder Regeln. Viele Chatbots stehen auch in Verbindung mit Suchmaschinen und nehmen künstliche Intelligenz zur Hilfe, um ein breites Repertoire zu bieten.

Ich selbst habe auch schon mit verschiedenen Chatbots versucht zu kommunizieren, wirklich erfreulich war das Ergebnis zumeist aber nicht. Teilweise wird schnell bewusst, dass diese Technologien noch weiterentwickelt und verbessert werden müssen, um wirklich die Illusion zu erschaffen, man würde sich mit einer selbstständig denkenden Maschine unterhalten. Oftmals waren die Chatbots sehr schnell gefangen in einem sich immer wiederholenden Kreislauf und haben auf die geschriebenen Aussagen oder Fragen immer das Gleiche geantwortet, ein wirkliches Gespräch kam so nicht Zustande. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich nur kostenlose Maschinen getestet habe und diese wohl nur sehr einfache Programmierungen besaßen und nicht lernfähig waren.

Generell werden die Chatbots so entwickelt, dass sie moralisch adäquat reagieren und auch agieren. Sie sollen so beispielsweise Probleme und Sorgen des Gesprächspartners erkennen oder einfach nur nicht lügen. In der Praxis bietet dieser Bereich aber auch gewisse Risiken und Problematiken. Zum Beispiel wurde der von Microsoft entwickelte Chatbot „Tay“ durch die Nutzer so manipuliert, dass er am Ende sehr rassistische Meinungen vertreten hatte. „Tay“ ist ein Chatbot ausgestattet mit künstlicher Intelligenz und lernfähig, der auf der Onlineplattform Twitter mit anderen Nutzern interagieren sollte. Das Konzept dahinter war, dass er immer klüger werden sollte, je mehr mit ihm kommuniziert wird. Doch wie und worüber die Nutzer mit dem Chatbot schreiben konnte nicht bestimmt werden und das hatte zur Folge, dass der Bot die Internetgemeinschaft und den Entwickler Microsoft mit Aussagen wie „Ich hasse alle Menschen.“ oder „Hitler hatte recht.“ geschockt hat und letztendlich wieder entfernt wurde. Auch die sogenannten „Sophisticated Social Bots“ stellen ein Risiko dar. Diese bleiben nämlich meist unerkannt und können so beispielsweise während eines Wahlkampfes Stimmung gegen eine Partei machen und somit Einfluss nehmen. Solche Maschinen verhalten sich wie Menschen, rechnen aber wie Computer und erhalten so fast jegliche Informationen, auch die privaten der Nutzer.

Manipulation ist also ein Problem mit dem sich die Entwickler auseinandersetzen müssen. Es muss versucht werden gewisse moralische Verhaltensweisen zu programmieren, die ein nicht gewünschtes Verhalten verhindern. Auch sollte der Chatbot sich immer als Maschine zu erkennen geben, damit anderen Usern bewusst ist mit wem sie interagieren. Das steht aber wiederum im Konflikt mit dem Ziel, die Maschine so menschlich wie möglich handeln zu lassen. Es ist also wichtig eine gute Balance bei der Entwicklung und Anwendung dieser Maschinen zu finden. Abseits von diesen Problemen stellt der Ansatz Maschinen als soziale Kompagnons zu nutzen aber ein gutes Konzept dar, welches in Zukunft bestimmt noch weiter ausgeweitet wird.

Raika Horstmann

Quellen:

Süddeutsche Zeitung (03.04.2016): Rassistischer Chat-Roboter: Mit falschen Werten bombardiert. http://www.sueddeutsche.de/digital/microsoft-programm-tay-rassistischer-chat-roboter-mit-falschen-werten-bombardiert-1.2928421#redirectedFromLandingpage (30.04.2017).

Bendel, Oliver (2016): Chatbot. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/-2045879781/chatbot-v1.html (30.04.2017).


Chip unter der Haut- eine Zukunftsperspektive?

30. April 2017

Hunderte Menschen haben sich in der heutigen Zeit einen Chip implantieren lassen. Doch warum, macht man das und welche Vorteile bringt so ein Chip in der Größe eines Reiskorns mit sich?
Seit einigen Jahren gibt es in Schweden einen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, den nächsten Fortschritt der Technik schmackhaft zu machen. – In die Hände implementierte Mikrochips.
Der kleine Chip, welcher aus hochpoliertem Glas gebaut wurde, lässt sich ganz bequem unter der Haut bewegen.
Bevor ein Chip implantiert wird, wird im Vorfeld besprochen, welche Daten man auf einem Chip übertragen möchte, doch es ist nicht auszuschließen, dass im nach hinein noch weitere neue Informationen übertragen werden können.
Die neue Methode der Datenübertragung ist eine Technik, die mithilfe elektronischer Wellen dafür sorgt, dass berührungslose Signale ausgetauscht werden.
Vor allem wird diese Technik in Unternehmen eingesetzt, um einen effizienteren Arbeitstag zuhaben. Denn in meisten Fällen vergessen Menschen ihr Passwort oder verlieren ihre Schlüssel oder Ausweis. Mit der Chipkarte ist garantiert, dass wirklich nur die Mitarbeiter Zutritt zum Büro haben. Dieser Chip kann beispielsweise eine Visitenkarte ersetzen, Türen öffnen, Kopierer bedienen oder auch die Rechnung in der Cafeteria zahlen.
In der Zukunft werden alle Technologien, die wir heute noch in der Tasche oder am Arm tragen, irgendwann so klein, dass es bequemer sein wird, sie einfach unter die Haut zu implantieren. Zukunftsperspektiven setzten Einfachheit und Innovation voraus, sie beanspruchen das menschliche Gehirn weiterzudenken und über den Tellerrand zu schauen. Unwahrscheinlich ist es somit nicht, dass sich dieser kleine Chip hinter den weiten des Tellerrandes befindet.

Quellen:
http://www.neopresse.com/gesellschaft/schweden-lassen-sich-rfid-chips-in-die-hand-einpflanzen/

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article147126453/Darum-habe-ich-mir-einen-Chip-unter-die-Haut-gespritzt.html

Von:
Vildan Uzuncakmak


Fairphone statt Smartphone

30. April 2017

Ein Smartphone wird etwa alle 18 Monate ausgetauscht, denn dann ist das Alte überholt oder funktioniert nicht mehr, so dass ein Neues angeschafft werden muss. Ein Smartphone zu reparieren ist mittlerweile fast unmöglich geworden. Allein den Akku zu wechseln ist bei vielen Modellen nicht mehr ohne Spezialwerkzeug und das benötigte Wissen möglich. Und es scheint, als ob die Hersteller gar nicht wollen, dass Nutzer verstehen wie die Technik im Gerät funktioniert. Alle Teile sind miteinander verklebt und lassen keinen Austausch von Einzelteile zu. Bei manchen Smartphones lässt sich nicht einmal die Rückseite entfernen. Vielleicht ist das ein Geschäftsmodell, um durch Reparaturen Geld zu verdienen oder um die Garantie zu erhalten, aber fair ist das ganz sicher nicht. Denn wenn sich etwas nicht öffnen lässt, dann besitzt man es auch nicht (vgl. Van Abel 2013). Zu einem Smartphone gehört schließlich viel mehr, als nur das, was wir von außen sehen können. Aber es wird nicht einmal zugelassen, dass wir sehen oder verstehen, was sich im Inneren verbirgt. Es verstecken sich viele Kleinteile aus Rohstoffen, die oft in Minen abgebaut werden, die durch Konflikte bestimmt sind.

Allgemein geschieht die Handyproduktion unter schlechten Umweltfolgen und gefährlichen Arbeitsbedingungen. Dies soll soweit es möglich ist mit dem Fairphone geändert werden. Der Fairphone Hersteller wirbt mit Rohstoffen aus konfliktfreien Minen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Ausland, einem langlebigen Design, Transparenz und recycelbaren Einzelteilen.

Ein Gebrauchstest des c’t Magazin für Computertechnik hat ergeben, dass das Fairphone technisch gesehen allerdings nicht vergleichbar ist mit herkömmlichen Smartphones. Die sind einfach günstiger, schneller, leichter und ausdauernder.

Das Fairphone beweist aber, dass es eine Nachfrage nach Elektronik mit Fairness-Anspruch gibt. Denn es bringt soziale und ökologische Verbesserungen im Gegensatz zu anderen Smartphones.

Um einen positiveren Einfluss auf die Produktion von technischen Geräten zu bewirken, muss es aber nicht gleich das Fairphone sein. Verbraucher können die Lieferkette von elektronischen Geräten beeinflussen, indem sie sich über die Produktionsbedingungen von Geräten informieren und so gezielte Kaufentscheidungen treffen.

Beim Kauf eines Smartphones sollte auch ein Gebrauchtgerät in Erwägung gezogen werden, da so die Handyproduktion nicht noch weiter unterstützt wird. Ein funktionierendes Smartphone muss nicht schon nach ein paar Monaten oder Jahren ausgetauscht werden, solange es noch seinen Zweck erfüllt. Es kann auch weitergegeben werden oder sollte an einer Sammelstelle oder zum Hersteller zurückgegeben werden, damit Rohstoffe recycelt werden können. Auch die Reparatur von Geräten sollte in Erwägung gezogen werden.

Janina Weihe

Quellen:

Kauer, Sebastian: Handyproduktion – Umweltfolgen und Arbeitsbedingungen, URL (Stand 20.04.2017): http://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/handyproduktion-umweltfolgen-und-arbeitsbedingungen/

Van Abel, Bas: Fairphone – changing the way products are made: Bas van Abel at TEDxAmsterdam, URL (Stand: 21.04.2017): https://www.youtube.com/watch?v=96XfmrJMlNU


The right thing, at the right place, at the right time: Herausforderung von Cross-Device

30. April 2017

Fast alle Unternehmen müssen auf ein geräteübergreifendes Kundenerlebnis setzen, um ihre Kunden nicht zu verlieren. Heutzutage gibt es im Haushalt mehrere Geräte, die zeitversetzt für das gleiche Ziel angewendet werden. Eine nahtlose User-Experience liefern bereits einige Streamingdienste, wie Amazon Prime, Netflix etc. Die Botschaft: „the right thing at the right place at the right time“ spiegelt sich als Herausforderung in diversen Unternehmen wieder. Geräteübergreifende Kampagnen wären für Advertiser in jeder Hinsicht aber von Vorteil. Die modernen Kunden interagieren über verschiedene Geräte mit Unternehmen. Derzeit neigen Konsumenten eher noch dazu, Artikel auf mobilen Geräten auf dem Weg zur Arbeit etwa zu recherchieren, allenfalls aber in den Warenkorb zu legen, um den Kauf dann abends auf einem stationären Gerät abzuschließen. Eine konsistente, nahtlose und kontextspezifische User Experience wird zunehmend relevanter, denn die Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt verschmelzen zusehends.

Streamingdienste Netflix und Amazon Prime:

Eine nahtlose User-Experience bieten folgende Streamingdienste, denn egal wo sich der Nutzer mit seinem Account einloggt, kann er dort einsteigen, wo er zuvor aufgehört hat. Noch besser, auf jedem Gerät ist das gleiche Muster zu sehen. Das sparrt dem Nutzer Zeit, sich wieder einloggen zu müssen und vermindert seine kognitive Anstrengung sich an das Alte zu erinnern.

Some Rules of Success…

  1. Eine möglichst einheitliche Struktur sollte auf jedem Gerät gewährleistet sein, damit die Nutzer nach einem Gerätewechsel schnell an ihr Ziel kommen.
  2. Kontinuität spielt auch eine Rolle, denn wenn der Nutzer es nicht schafft, den Zugriff auf das eigene Nutzerprofil auf allen Geräten zu gewährleisten, bricht er den Vorgang mit Frustration ab.
  3. Wichtige Optionen sollten nicht auf bestimmte Kanäle beschränkt werden, sondern übergreifend verfügbar sein, sodass der Nutzer manche Aktivitäten auf jedem Gerät durchführen kann.

Nichtsdestotrotz steht die Cross-Device-Nutzung vor vielen Herausforderungen. Im Bereich der mobile-Devices stellt der Cookie ein Hindernis, weil er sich auf diesen Geräten schwer realisieren lässt. Soll diese Art der Nutzung weiterhin bestehen bleiben, werden alternative Technologien benötigt, die das Tracking geräteübergreifend ermöglicht.

 

Autorin: Selma Cebic (263205)

Quellen:

Wörmann, Michael (2015): Five tips for a better cross-device user experience. In: The UX Fellows Blog. http://www.uxfellows.com/blog/five-tips-for-a-better-cross-device-user-experience/ (verifiziert am 27.04.2017).

Levin, Michal (2014): Designing Multi-Device Experiences. An Ecosystem Approach to User Experiences Across Devices . Sebastopol: O`Reilly.

 

 

 


Wearables – Verschmelzung von Mensch und Maschine?

29. April 2017

Autor: Tetyana Peterburgska (263945)

 

Eine Uhr, auf der man Kurznachrichten lesen kann; Trainingsanzüge, die den Blutdruck messen oder eine Brille, die weit mehr tut, als die Umgebung zu schärfen. Durch den technologischen Wandel werden die Kleingeräte und Computersysteme zunehmend an den Alltag des Menschen angepasst, um diesen zu vereinfachen.
Solche Geräte werden auch „Wearables“ genannt. Diese intelligenten Kleinsysteme verbinden die natürlichen Arbeits- und Steuerungsprozesse mit technischen Funktionen in Form eines Kleidungsstücks oder eines Accessoires. Der Sinn dieser speziellen Form ist eine möglichst benutzerfreundliche Anpassung von technischen Geräten an den Menschen, um die Mensch-Maschine-Interaktion möglichst in den Hintergrund zu rücken. Mithilfe von Zusatzinformationen, Steuerungsmöglichkeiten, Auswertungen und Anweisungen werden die menschlichen Tätigkeiten unterstützt. Sogenannte Smart Clothes oder intelligente Kleidung ist ein Unterbegriff des Wearable Computings, der sich nochmal von den Accessoires wie der Datenbrille oder intelligente Kontaktlinsen abgrenzen. Smart Clothes enthalten integrierte Sensoren, RFID-Tags oder Kleinst-Computer zwischen den Fasern eines Kleidungsstücks, sodass beispielsweise diverse Körperfunktionen gemessen werden können.
Für einige Bereiche können Wearables neue Potenziale aufdecken. Die  Gesundheitsversorgung könnte davon profitieren, indem Sensoren im menschlichen Körper Blutwerte, die Hydration der Haut oder die Versteifung von Arterien messen. Eine automatische Reaktion auf Defizite ist eine Möglichkeit, indem das nötige Medikament in die Hirnareale eingeleitet wird. Aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen sollten solche Vorstellungen aber auch kritisch betrachtet werden. Durch Wearables werden persönliche Daten an die Hersteller weitergeleitet. Mit strengen Datenschutzrichtlinien oder einer Möglichkeit zur freiwilligen Zustimmung der fremden Nutzung eigener Daten kann dieses Problem behoben werden. Auch die Programmierbarkeit von Mikrochips von außen kann große Gefahren durch das Hacking bergen. Die Erforschung von technischen Entwicklungen und die Potenziale von Wearables lassen sich bis heute schwer abschätzen. Eins ist allerdings klar: Bisher konnten Wearables weder Smartphones noch Laptops, die das Mobile Computing auszeichnen, ersetzen.

 

Quellen:

Bendel, Oliver (2016): Wearables. Wiesbaden: Springer Gabler Verlag. <http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/-2046631402/wearable-v3.html> (Verifizierungsdatum: 23.11.2016)

Lawo, Michael; Witt, Hendrik (2012): Evaluation der Interaktion beim Wearable Computing. S.235 In: Robben, Bernard; Schelhowe, Heidi (2012): Be-greifbare Interaktionen: Der allgegenwärtige Computer: Touchscreens, Wearables, Tangibles und Ubiquitous Computing. Transcript Verlag.Bielefeld.

Müller, Klaus(2016):Nützlich oder riskant? Wearables und Gesundheits-Apps<http://www.vzbv.de/dokument/nuetzlich-oder-riskant-wearables-und-gesundheits-apps>


Ein tragbarer Motivationscoach – Das Fitbit Flex Armband

29. April 2017

Sei es auf Instagram, Snapchat, Facebook & Co. – Der „Healthy-Lifestyle“ beherrscht momentan die Welt. Jede Unterstützung ist einem recht, wenn es darum geht aktiv zu werden und der Sommerfigur nachzueifern. Das mobile Armband „Fitbit Flex“ ist eine von vielen Möglichkeiten dem Trend zu folgen. Dieses Armband begleitet dich zwischen deinen ersten Versuchen und den Ziellinien zum „Super-Body“. Es zählt jede Bewegung und jede kleine Anstrengung hat großen Einfluss auf die Veränderung deines Lebens. Die Idee hinter dem „Fitbit Flex“ Armband ist, dass es bei Fitness nicht um die aktive Zeit im Fitnessstudio geht, sondern um den Tag selbst – jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde! Deine Ziele erreichst du individuell durch deine eigenen „Anstrengungen“ an dem Tag. Dabei kannst du deinen persönlichen Motivationscoach einstellen, indem dich dein Fitbit Flex daran erinnert dich zu bewegen und dein tägliches Schritte-Ziel zu erreichen. Good to know: 10.000 Schritte werden von der „Amercian Heart Association“ empfohlen! Das mobile Gerät hat sogar noch mehr auf dem Kasten. Man hat die Möglichkeit weitere coole Funktionen einzustellen, die dich durch den Tag begleiten. Das Einzige was man dafür machen muss ist die dazugehörige „Fitbit“-App zu installieren. Das Armband synchronisiert sich dann via Bluetooth mit deinem Smartphone. Kinderleicht! Also was kann das Armband? Es vibriert, wenn du angerufen wirst, es vibriert, wenn du eine SMS erhältst und es hat sogar eine Weckerfunktion – selbstverständlich nur, wenn du das auch möchtest! Außerdem zeichnet das Armband deinen Schlaf auf, sodass man die Möglichkeit hat zu „tracken“, wie lang man geschlafen hat. Dabei kann ein bestimmtes Schlafziel gesetzt werden, um die nächtliche Routine zu verbessern. Wenn deine Freunde oder Familienmitglieder ebenso über einen „Fitbit Flex“ Armband verfügen, könnt ihr euch gegenseitig motivieren euch zu bewegen, indem ihr euch herausfordert das Tagesziel zu erreichen. Eine weitere Funktion des Armbandes ist es, die eigene Vitalität zu beobachten, indem die Hydratisierung gemessen, Lebensmittelzufuhr hinzugefügt und Gewichtsziele eingestellt werden können. Hat man mal das Smartphone nicht zur Hand und möchte checken, ob das Tages-Schritte-Ziel bereits erreicht ist, reicht ein leichtes Tippen auf das Armband völlig aus. Das „Lampensystem“ des Armbandes ermöglicht die Informationsweitergabe!

Nun ja, um ehrlich zu sein, auch wenn die Motivation meistens vom schlechten Gewissen und durch Vibrationen gelenkt wird, ist am Ende des Tages meistens das 10.000 Schritte-Ziel geknackt und eventuell auch die Liebe zum Sport geweckt worden.

Übrigens habe ich heute mein 10.000-Schritte-Ziel und weitere individuelle Ziele ebenso erreicht.

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Quelle: https://www.fitbit.com/de/home

von Gülden Coskun, 266906


Wearable mit Stimmungsringfunktion

25. April 2017

Wer kennt sie nicht, die guten alten Stimmungsringe, die man als Kind immer getragen hat. Je nach Laune und Stimmung haben sie die Farbe gewechselt und sollten so zeigen, wie jemand grade fühlt. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat nun ein Wearable entwickelt, das so ähnlich funktioniert. Während einer Unterhaltung misst das Gerät, das am Handgelenk befestigt wird, den Puls und ermittelt somit die Stimmung während eines Gespräches. Es kann messen, ob eine Person sich wohlfühlt und ob die Unterhaltung traurig, glücklich etc. ist. Das Gerät kann außerdem Transkriptionen analysieren und verbindet somit physikalische Daten mit Sprachdaten, indem es Audio Daten auf Stimme, Stimmlage, Ton, Vokabeln etc. analysiert. So kann während eines Gespräches schon herausgefunden werden, was einer Person während einer echten Unterhaltung Unbehagen bereitet. Das Ganze soll noch erweitert werden, indem Smartwatches dafür genutzt werden und so mehre Interaktanten gleichzeitig gemessen werden können. Wie funktioniert das? Mehrere Personen wurden dazu angeregt, traurige und schöne Geschichten zu erzählen. Dabei wurde durch ein Gerät namens „Samsung Simband“, das die Personen trugen, deren Motorik, Herzschlag, Blutdruck, Blutfluss und Temperatur gemessen. Im Moment kann das Gerät zwar bloß sagen, ob eine Unterhaltung positiv oder negativ, oder traurig oder glücklich ist, jedoch wird es noch weiter programmiert und soll in Zukunft auch andere Emotionen erkennen. Als Ausblick sagt Björn Schuller, Professor an der Universität Passau, dass Anwendungen wie diese immer mehr kommen und alltäglich werden. Später soll das System einmal für psychologische Zwecke dienen, z.B. für Soziales Coaching und Ängstebewältigung.

Der folgende Link führt auch zu einem Video über das Wearable.

Quelle:

Connor-Simons, A. (2017): Wearable Al system can detect a conversation´s tone. Internet: http://news.mit.edu/2017/wearable-ai-can-detect-tone-conversation-0201 (letzter Aufruf 24.04.2017)


Die Deutsche Bahn App

23. April 2017

21.03.2017
Köln, Zollstock
Straßenbahn Haltestelle „Pohlingstraße“

Ich nutze Apps gerne, die mir bei der Navigation und der Planung von Fahrten mit U-bahnen und Zügen helfen. Es ist praktisch sofort zu sehen, wie ich am besten von A nach B komme in der schnellsten Zeit und der besten Verbindung. Durch die häufige Nutzung der App (für Verspätungen und ähnliches)für Strecken die ich oft fahre, ist es genauso hilfreich die App in fremden Städten zu nutzen. Man kennt sich nicht aus, kennt das System und Streckennetz der U-Bahnen nicht und ist also darauf angewiesen, sich zu informieren. Ich gehe als Benutzer davon aus, dass dir der DB Navigator die beste, schnellste und schlauste Verbindung angezeigt. Wir wollten am 21.03. in die Staßenbahn an der Haltestelle „Pohlingstraße“ einsteigen. Der Plan war bei dem Restaurant „Herr Pimock“ (btw sehr zu empfehlen) in der Innenstadt zu frühstücken, da es danach auch schon wieder zum Bahnhof und dann Richtung Heimat ging. Die besagte Frühstückslocation befindet sich auf der Aachenerstr. 52 in der Innenstadt Kölns. Wir wollten also an der Pohlingstraße einsteigen und dann die schlauste Verbindung, ohne unnötiges umsteigen, zu dem Restaurant angezeigt bekommen. Ich gab als Ziel die Aachenerstraße ein. Die nächst mögliche und auch erste Verbindung die mir angezeigt wurde war diese: Einstieg Pohlingstraße -> bis zum Rudolfplatz -> Umstieg in den Bus 146 bis zur Moltkestraße mit einer Umstiegszeit von 6 Minuten und dann folgte noch ein vier Minütiger Fußweg bis zu dem Restaurant. Alles sehr umständlich wenn man bedenkt (was wir dank der App „Google Maps“ rausgefunden haben), dass das Restaurant in der Aachenerstraße nur 350m von der U-Bahn Haltestelle „Rudolfplatz“ entfernt ist.
Es wäre also eine schlauere und auch schnelle Verbindung, wenn die App dem Benutzer anzeigt am Rudolfplatz auszusteigen und die restlichen 350m zu laufen, anstatt dort noch in den Bus zu steigen, zwei Minuten zu fahren und dann noch vier Minuten zu laufen.
Die Deutsche Bahn wirbt für die App im Apple AppStore mit diesem Slogan „Mein DB Navigator- die perfekte Reise-App“ (Siehe Screenshot). Die App soll der „perfekte Routenplaner für die Navigation im ÖPNV“ (Beschreibung der App im AppStore von Apple) sein. Wir verlassen uns also heutzutage immer mehr auf Apps, die uns den Weg weisen, uns navigieren. Die geschilderte Situation ist eine dieser die uns immer wieder zeigen, dass diese Apps noch nicht komplett ausgereift, noch nicht perfekt sind. Wir können uns demzufolge noch nicht hundertprozentig auf diese Apps verlassen und sind zusätzlich noch auf die Nutzung anderer Hilfsmittel wie zum Beispiel von Fahrplänen oder der Hilfe Anderer angewiesen.

Dilan Sophie Banda
Matrikelnummer: 270375

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„Habitica“ – eine Gamification-App gegen den inneren Schweinehund

22. April 2017

Die meisten von uns kennen es – nach einem langen Tag in der Uni oder bei der Arbeit möchte man einfach nur abschalten, doch leider wartet zu Hause schon die nächste Arbeit auf einen. Ob entweder der Abwasch, der Einkauf oder die zu lesende Literatur für das Seminar morgen, es gibt immer was zu tun. Damit diese Aufgaben weniger als eine Last empfunden werden, wurde die kostenlose Gamification-App „Habitica“ entwickelt. Nach Rohr und Fischer umfasst Gamification grundsätzlich“[…] den Einsatz von spieltypischen Elementen und Prozessen in spielfremden Kontexten, um sie unterhaltsamer und motivierender zu gestalten […]“ (Fischer, Rohr 2014, S. 2). Die App „Habitica“ nutzt diese Idee, um den Nutzer durch eine Art Rollenspiel bei seinen alltäglichen Aufgaben zu motivieren und zu unterstützen.

Nachdem die App, welche für die Betriebssysteme Android und iOS verfügbar ist, installiert worden ist, registriert man sich durch das Erstellen eines Nutzerkontos oder durch das Verknüpfen mit dem Facebook- oder Google-Konto. Daraufhin erscheint ein Avatar namens „Justin“, welcher als „Guide“ fungiert und über Textnachrichten mit einem Nutzer kommuniziert. Die erste Anweisung von ihm lautet, selbst ein Avatar für das folgende Rollenspiel, welches wegen der verpixelten Grafik etwas von der Anfangszeit der Videospiele hat, zu erstellen. Ist das erledigt, kann das Spiel losgehen. Auf dem Interface erscheinen einem einige Beispielangewohnheiten- und aufgaben, die sowohl negativ als auch positiv sein können, aus auswählbaren Kategorien wie „work“, „creativity“ und „chores“. Diese Beispiele kann man entweder behalten, verändern oder löschen. Führt man zum Beispiel eine schlechte Angewohnheit wie das Essen von Schokolade aus, so drückt man auf das Minus neben dem aufgelisteten Eintrag. Das hat zur Folge, dass sich die Gesundheit des Avatars verschlechtert (wie bei Tamagotchi früher) und man unter Umständen vom aktuellen Level abrutscht. Wischt man auf dem Touchscreen nach links, ist es auch mit der gleichen Vorgehensweise möglich, täglich auszuführende Aufgaben wie das Abwaschen einzutragen oder eine einmalige To-do-Liste zu generieren. Hat der Nutzer eine Aufgabe erledigt und drückt dieser infolgedessen auf das Plus, so erhält er unter anderem Goldmünzen und Erfahrungspunkte, mit denen man Essen, Ritterrüstungen und einen Level-Aufstieg erwerben bzw. erreichen kann. Doch weist die App noch weitere Spielelemente auf. Klickt man oben links auf die Menüliste, gibt es einige Optionen wie „Gasthaus“, „Märkte“, „Gruppe“ und „Wettbewerbe“ zur Auswahl. Einerseits ist es im Gasthaus möglich, mit anderen Usern einen Chat zu beginnen und die eigenen täglichen Aufgaben zu pausieren. Andererseits ermöglicht der Menüpunkt „Gruppe“ es, sich mit anderen Nutzern zusammenzuschließen, um gemeinsam Ziele und Aufgaben zu bewältigen und auf diese Weise Bonusgegenstände zu bekommen. Mit der Gruppe kann man zudem gegen Monster, „Fight Bosses“, kämpfen bzw. „questen“. Bei „Wettbewerbe“ kann man dagegen gegen andere Nutzer antreten, um Erfolge und Edelsteine zu gewinnen.

MMI Blog (3)                                                      MMI Blog (2)

Als Fazit lässt sich sagen, dass das Rollenspiel „Habiticas“ das Potenzial hat, den Alltag unterhaltsamer zu gestalten und einen dahingehend zu motivieren, die Aufgaben zu erledigen, damit man beispielsweise eine bestimmte Sache erwerben kann. Außerdem finde ich, dass das Grafikdesign das Gefühl von früheren Kindheitstagen vermittelt und somit das Spielen noch angenehmer gestaltet. Dennoch ist eine gewisse Selbstdisziplin nicht gänzlich von der Hand zuweisen. Man muss sich manchmal selbst ermahnen, auf das Minus zu drücken und Verluste hinzunehmen, schließlich kommt aus der eigenen Erfahrung heraus der Gedanke „Ach, die App sieht doch nicht, dass ich das nicht gemacht habe.“ gerne mal auf. Auch kann ich mir gut vorstellen, dass eine gewisse Spielsucht entstehen kann, sodass beim eigentlichen Erledigen einer Aufgabe geschummelt wird, um ins nächste Level zu kommen oder ein Monster zu bekämpfen. Ist das der Fall, so wird das Ziel dieser App verfehlt. Des Weiteren könnte man die App im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit untersuchen, da ich zum Beispiel erst nach einigen Anläufen verstanden habe, wie man einen vorgeschlagenen Eintrag löscht oder umbenennt (vielleicht bin aber auch nur ein Einzelfall). Nichtsdestotrotz kann ich empfehlen, die App mal auszutesten, da dieses liebevoll gestaltete Rollenspiel für einige durchaus eine Unterstützung und Motivation im Alltag darstellen kann. Denn das Drücken auf das Plus, nachdem man etwas erledigt hat, hat schon seinen gewissen Reiz.

 

Quelle:

  • Rohr, Fabiane; Fischer, Helge (2014): „MEHR ALS SPIELEREI! GAMEDESIGN-ELEMENTE IN DER DIGITALEN LEHRE.“ Proceeding, Workshop on E-Learning, Hochschule Zittau/Görlitz, S. 2.

 


Von Lokal Zu Global

21. April 2017

Im Angesicht des digitalen Zeitalters müssen viele der traditionellen Strukturen unserer Gesellschaft neu konzipiert werden, um mit dem technologischen Fortschritt mitzuhalten und den Wandel voranzutreiben. Althergebrachte Handelsstrukturen unserer auf Lokalität ausgerichteten Märkte funktionieren nicht mehr und können sich im Kampf gegen die neuen E-Commerce Giganten nicht mehr behaupten; dies stellt sie vor eine paradigmenwechselnde Aufgabe: Anpassung. Digitale Konzepte eigentlich lokal agierender Einzelhändler gewinnen an immer mehr Bedeutung und Notwendigkeit, um mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten. Dabei müssen E-Commerce Player wie Amazon oder eBay nicht unbedingt die Rolle eines Gegners einnehmen und können sich als helfende Hand für den Start in das digitale Geschäft erweisen: eBay veranstaltete in Kooperation mit dem Handelsverband Deutschland einen Städte-Wettbewerb, für den sich dreizehn Städte aus insgesamt sechs Bundesländern bewarben. Von sich überzeugen konnte am Ende die Stadt Diepholz, die mit dreißig teilnehmenden Einzelhändlern vor Ort das überzeugendste digitale Einzelhandelskonzept präsentierte. Nun wird für die Stadt Diepholz eine kostenfreie digitale Städte-Präsenz auf dem internationalen Online-Marktplatz von eBay eingerichtet, jeder teilnehmende Einzelhändler erhält eine eigene Repräsentation des aktuell angebotenen Sortiments und eine kostenlose WLAN Einrichtung in allen teilnehmenden Filialen. Somit gewinnen nicht nur die lokalen Einzelhändler durch die internationale Reichweite des Konzerns eBay die Erschließung eines neuen Vertriebskanals und neuer Zielgruppen, auch die Konsumenten profitieren von der Förderung des lokalen Einzelhandels. Diese Konsequenzen ließen sich anhand einer vorangegangenen Förderungsmaßnahme bereits vorher abschätzen und bestätigen somit den allgemein überzeugenden Erfolg des digitalen Konzeptes: im Herbst 2015 startete Mönchengladbach unter den Fittichen von eBay in einem ähnlichen Rahmen in den E-Commerce und verdoppelte im Vergleich zum vergangenen Jahr bereits im ersten Vierteljahr den Umsatz.
Mit der Hilfe eines erfahrenen E-Commerce Players wie eBay haben die teilnehmenden lokalen Einzelhändler einen erheblichen Startvorteil und sehen sich den anfänglichen und auch längerfristigen Schwierigkeiten gut gewappnet gegenüber. So kann sich die Digitalisierung durchaus als betretbare Bühne für traditionelle Märkte erweisen, in keinem Fall aber bleibt die Anpassung aus. Althergebrachte Verkaufsmodelle und –strategien gilt es zu überdenken und zu modifizieren, um allen Beteiligten von Nutzen zu sein. Die Orientierung hin zum digitalen Gemeinschaftssinn scheint die Konsumenten zu überzeugen und wieder vermehrt Kunden in die Geschäfte vor Ort zu locken. Somit lässt sich abschließend also feststellen, dass durch die Anpassung an den digitalen Trend lokalen Einzelhändlern die Chance geboten wird, sich im neu ordnenden Feld des Handels zu behaupten und die ungewohnten Gegebenheiten für sich zu entdecken und zu nutzen.

Quelle:

Handelsverband Deutschland – HDE e.V. (06.07.2016): Diepholz gewinnt Städte-Wettbewerb „Die digitale Innenstadt“ von HDE und eBay. https://www.einzelhandel.de/index.php/digitale-innenstadt. (21.04.2017)